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Mediation ist eine Bewegung, die sich weltweit bemerkbar macht. Die Betrachtung der Mediationsmodelle führt aber zugleich über die jeweiligen nationalen Rechtssysteme hinaus. Längst haben sich auch supranationale Einrichtungen wie die Vereinten Nationen, die Europäische Union oder der Europarat des Themas angenommen und internationale Standards im Zusammenhang mit Mediation formuliert.

Hierzu gehören im Bereich des Strafrechts insbesondere die Empfehlung des Europarates Mediation in penal matters / médiation en matière pénale , die Resolutionen der Vereinten Nationen Development and implementation of mediation and restorative justice measures in criminal justice und Basic principles on the use of restorative programms in criminal matters, aber auch der Rahmenbeschluss des Europäischen Rates über das Statut von Opfern vom 15.3.2001, der sich auch zur Mediation äußert. Im Bereich des Familienrechts ist daneben die Empfehlung des Europarates Family Mediation zu nennen. Außergerichtlichen Verfahren der Streitschlichtung unter Einschaltung eines neutralen Dritten im Bereich des Zivil-, Handels, Arbeits- und Verbraucherrechts (mit Ausnahme der Schiedsgerichtsbarkeit als solcher) widmet sich schließlich das am 19.4.2002 von der Kommission der Europäischen Union vorgelegte Grünbuch über alternative Verfahren zur Streitbeilegung im Zivil- und Handelsrecht.

Der Einsatz von Mediationsverfahren im Bereich des Strafrechts wird in der justiziellen Praxis flankiert durch entsprechende Verwaltungsvorschriften. Im Saarland sind dies die Gemeinsame Richtlinie des Ministeriums der Justiz und des Ministeriums für Inneres und Sport zur Förderung des Täter-Opfer-Ausgleichs bei Erwachsenen sowie die Gemeinsame Richtlinie zum Täter-Opfer-Ausgleich bei Jugendlichen und Heranwachsenden.